Migration – ein Kurzüberblick

Der Begriff Migration umfasst Immigration (Einwanderung) gleich wie Emigration (Auswanderung). Er beschreibt den Wechsel des Lebensumfeldes und die Wanderung über die Staatsgrenze. Auch wenn es oft so scheinen mag – Migration ist kein neues Phänomen, im Gegenteil, es hat sie schon immer gegeben: Im 18. und 19. Jahrhundert beispielsweise wanderten rund 60 Millionen Europäer in die „Neue Welt“ Nord- und Südamerikas aus. Und auch in Italien und Südtirol war Auswanderung bis in den 70ern eine Alltagserscheinung.

Heute wie damals sind es vor allem junge, motivierte und höher gebildete Menschen, die ihre Heimat verlassen auf der Suche nach einem besseren Leben. Das bringt einerseits einen Verlust an qualifizierten Arbeitskräften (brain drain) in den Auswanderungsländern und einen Zuwachs ebensolcher (brain gain) in den Einwanderungsländern mit sich. Da diese qualifizierten Arbeiter aber oft nur einfache Jobs verrichten müssen, kommt es zu einer Verschwendung von Qualifikation (brain waste).

Abgesehen davon sind Immigranten für die westliche Welt unerlässlich geworden: Da die Geburtenrate dort flächendeckend stagniert bis sinkt, droht das demographische Gleichgewicht zwischen Jung und Alt ins Wanken zu kommen. Nur durch Zuwanderung und die Gebärfreudigkeit der Einwanderer werden diese Tendenzen abgefedert. Dazu kommen wirtschaftliche Faktoren: Immigranten werden in den verschiedensten Bereichen gebraucht, angefangen von der Tomatenproduktion in Spanien bis hin zur Apfelernte und den Putzdiensten in Südtirol. Daraus lässt sich folgern, dass Zuwanderung nicht gestoppt, sondern reguliert werden muss.

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Migration unterscheiden: freiwilliger und unfreiwilliger. Zu ersterer gehört die Abwanderung aufgrund von Arbeitssuche und Familienzusammenführung, zur zweiten die durch Flucht oder Menschenhandel. 

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