Integration

Maßnahmen für eine gelingende Integration

In Südtirol ist die Situation bei Weitem nicht so schlimm wie in bestimmten Deutschen Großstädten und wird es wohl aufgrund der gegebenen Strukturen nie sein, dennoch müssen gerade jetzt die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt werden, um nicht auch die Fehler anderer Länder machen zu müssen und dann den um ein Vielfaches höheren Preis zu zahlen.

 

1.       Bildung

Nur durch eine umfangreiche Bildung kann der Kreislauf aus sozialer Armut, schlechter Ausbildung der Kinder und schlecht bezahlter oder gar keiner Arbeit, der besonders für Jugendliche mit Migrationshintergrund zutrifft, unterbrochen werden. Die Entwicklung „ethnischer Kolonien“ und einer neuen Unterschicht lässt sich so vermeiden.

Sprachförderprogramme zum Erlernen von Deutsch bzw. Italienisch als Zweitsprache sind Voraussetzung, notwendig ist aber der Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung, der gefördert werden muss.

 

2.       Begrenzte Anteile ausländischer Schüler

Hohe Ausländeranteile in einzelnen Klassen sind nicht nur kontraproduktiv in Hinblick auf die Integration, sondern stellen zudem ein großes Konfliktpotential dar. Daher braucht es einen festgelegten Wert für die Anzahl ausländischer Schüler, die beim Überschreiten dieses Wertes auf andere Schulen verteilt werden müssen.

 

3.       Ganztagschulen

Für Kinder aus sozial schwachen ausländischen Familien sind die Herausforderungen in der Schule besonders hoch: Zum Einen muss ein Bildungsrückstand kompensiert, zum Anderen die Sprache erlernt werden. Schulen, die personell und materiell besonders gut ausgestattet sind und zudem noch am Nachmittag die Möglichkeit bieten, spielerisch zu lernen und mit einheimischen Kindern in Kontakt zu kommen, sind notwendig.

 

4.       Mitwirkung der Eltern

Bildung darf nicht nur die Aufgabe der Schulen und Kindergärten bleiben, sondern muss auch im Elternhaus erbracht werden. Eltern, die selbst aus bildungsfernen Schichten stammen, können den Kindern aber nicht die notwendige Unterstützung geben und erkennen vielfach nicht den Wert der Ausbildung. Hier braucht es einen Einstellungswandel der Eltern. Das Kindergeld sollte an den Nachweis des Schulbesuchs gekoppelt werden.

 

5.       Konfrontative Pädagogik

Die Gewaltbelastung beispielsweise türkischer Jugendlicher in Deutschland ist ein großes Problem für das Zusammenleben, sie ist einerseits Ausdruck von Desintegration und verstärkt andererseits wiederum die Prozesse der Desintegration. Hier müssen von Beginn an pädagogisch Grenzen gezogen werden, weil Nachgiebigkeit als Schwäche interpretiert wird. Gewalttätige Jugendliche müssen durch verpflichtende spezielle Programmen soziale Fertigkeiten sowie Werte und Gesetze näher gebracht werden.

 

6.       Entwicklungsgefälle verringern

Eine der zentralen Ursachen der internationalen Migrationsprozesse ist das Entwicklungsgefälle zwischen Herkunfts- und Zielländern. Höhere Ausgaben für Entwicklunszusammenarbeit insbesondere mit den Ländern, aus denen die meisten Immigranten stammen, sind anzustreben, und dies vor allem auf europäischer Ebene.

 

7.       Familienzusammenführungen regeln

Da heute rund 40 bis 50% aller Immigranten durch die Familienzusammenführung (und das Recht auf Schutz von Ehe und Familie) nach Europa kommen, kann hier durch den Nachweis von fundamentaler Sprach- und Landeskenntnisse als Ausreisebedingung im Herkunftsland und die Pflicht zum Nachweis eines gesicherten Lebensunterhaltes viel bewirkt werden.

 

8.       Der Verantwortung stellen

Da die meisten Zuwanderer aus ökonomischen Gründen einwandern und von der Wirtschaft als Arbeitskräfte gerufen werden, dürfen sich die Wirtschaftsvertreter nicht der Verantwortung entziehen und müssen selbst aktive Beiträge für eine gelingende Integration leisten.

 

9.       EU-Erweiterung überdenken

Angesichts der wahrscheinlichen Folgen bei einer weiteren Öffnung der EU und dem damit verbundenen Wegfall von Grenzen und Kontrollen ist von einer Erweiterung in absehbarer Zeit und insbesondere durch Staaten mit kulturellen und ökonomischen Differenzen abzuraten.

 

10.   Öffentliche Debatte

Beim Thema Immigration befinden sich die politischen Lager in festgefahrenen Stellungen, aus denen sie sich nicht herauswagen wollen oder können. Ein sachlicher, offener und entemotionalisierte Diskurs über alle Parteigrenzen hinweg ist unerlässlich, um für die Lösungsansätze auf gesellschaftlicher Ebene Mehrheiten zu finden und das Klima freundlich, aber bestimmt zu gestalten.

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