Immigranten in Südtirol II

Ausländer und Arbeit

Quotenregelung: die Regierung legt jährlich mit Dekret die Zahl der Arbeitnehmer fest, die aus Nicht-EU-Ländern einreisen dürfen (selbständige Arbeit, Saisonsarbeit, befristete und unbefristete lohnabhängige Arbeit)

Bevor die Einstellung von ausländischen Arbeitskräften ermächtigt wird, wird die Überprüfung der Verfügbarkeit einheimischer Arbeitskräfte durchgeführt

 Die Arbeitslosenquote beträgt in Südtirol ca. 2,6 % und ist somit gleich „null“ (ASTAT Info Nr. 19/2008)

 Die Landwirtschaft und das Gastgewerbe könnte ohne ausländische Arbeitskräfte nicht mehr auskommen

 Im Pflegebereich sind ausländische Bürger sowohl in öffentlichen Strukturen wie privaten Haushalten kaum mehr wegzudenken

 

Ausländer und Wohnungen

 Laut Gesetz ist der Arbeitgeber, welcher einen ausländischen Bürger beschäftigt, verpflichtet, ihm eine Unterkunft zu geben

 Es gibt Arbeiterwohnheime, wo auch Ausländer aufgenommen werden

 Ausländer sehen sich häufig mit einer ablehnenden Haltung der Vermieter konfrontiert

Ausländer zahlen meist einen überteuerten Preis für prekäre Unterkünfte

 

Ausländer und Sozialwohnungen

Ausländer müssen, um für eine Sozialwohnung ansuchen zu können, seit mindestens 5 Jahren (in Zukunft wahrscheinlich 10 Jahre) im Lande ansässig sein

Da bei der Punktevergabe für Sozialwohnungen die Jahre der Ansässigkeit zählen, sind ausländische Staatsbürger de facto benachteiligt

Die ca. 12.000 Wohnungen des Wohnbauinstituts verteilen sich folgendermaßen: ital Sprachgruppe 48,8%, dt. Sprachgruppe 45,2%, lad. Sprachgruppe 1,7%, Ausländer 4,3%

 

Ausländer und soziale Leistungen

Erst nach fünfjährigem ständigen Aufenthalt und ununterbrochenen Wohnsitz in Südtirol haben Nicht-EU-Bürger unter denselben Bedingungen Anspruch auf die Leistungen der Finanziellen Sozialhilfe wie die italienischen Staatsbürger und Bürger der EU (Ausnahmen nur in dringenden und unaufschiebbaren Situationen)

 Ausländer zahlen Steuern, Vorsorge- und Fürsorgebeiträge usw. ein und helfen so unser Renten- und Sozialsystem zu finanzieren. Kehren ausländische Bürger wieder in ihr Heimatland zurück, haben sie keine Chance die vorzeitige Auszahlung der bereits eingezahlten Fürsorgebeiträge zu beantragen

 

Ausländer und Wohngeld

Laut den Daten der letzter Volkszählung (2001) leben 70 % der in Südtirol ansässigen Personen in Eigentumswohnungen und haben somit nicht das Recht um Wohngeld anzusuchen

 Ausländer arbeiten vorwiegend in schlecht bezahlten Berufen und können von ihrem Gehalt die hohen Wohnungspreise auf dem freien Markt oft nicht bestreiten

Das ausgezahlte Wohngeld verteilt sich wie folgt: dt. Sprachgruppe 38%, Migranten 35%, ital. Sprachgruppe 26%, lad. Sprachgruppe 1%

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